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Donald Trump

Zölle gegen Kanada: Diese 6 Republikaner stellen sich gegen Trump

The House for Representatives at the Capitol is illuminated at dawn on the 6th day of the government shutdown, in Washington, Monday, Oct. 6, 2025. (AP Photo/J. Scott Applewhite)
Hier kam es zum Showdown: das US-Repräsentantenhaus.Bild: AP

Diese sechs Republikaner stellten sich bei den Zöllen gegen Donald Trump

12.02.2026, 10:3512.02.2026, 11:32

Mehrere Abgeordnete der Republikanischen Partei haben Donald Trump im Repräsentantenhaus die Stirn geboten und ein Votum gegen die von ihm verhängten Kanada-Zölle unterstützt.

Die Mehrheit kam nur zustande, weil neben fast allen Demokratinnen und Demokraten auch sechs Republikaner für eine Resolution stimmten, die bestimmten Zöllen gegen das Nachbarland die Grundlage entziehen soll.

Dass es bei der Abstimmung über einen so elementaren Pfeiler von Trumps Politik gleich mehrere Abweichler in den eigenen Reihen gibt, ist bemerkenswert.

Das sind die sechs Republikaner, die sich gegen Trump gestellt haben – und damit droht ihnen der US-Präsident nun:

Thomas Massie, Kentucky

Thomas Massie fiel in letzter Zeit immer mehr als Trump-Kritiker auf. Er gilt (gemeinsam mit dem demokratischen Abgeordneten Ro Khanna) als treibende Kraft hinter der Offenlegung der Epstein-Files. Trump nannte ihn im Dezember sinnbildlich auf Truth Social auch schon «Abschaum».

Don Bacon, Nebraska

Auch Don Bacon gilt als parteiinterner Kritiker und hat sich bereits mehrere Male gegen Trump gestellt. Als zum Beispiel Ende Dezember Gerüchte über eine mögliche ukrainische Drohnenattacke auf die Residenz von Putin die Runde machten und Trump dies ohne konkrete Beweise verbreitete, schrieb Bacon: «Präsident Trump und sein Team sollten sich zunächst über die Fakten informieren, bevor sie Schuldzuweisungen machen. Putin ist als dreister Lügner bekannt.»

Kevin Kiley, Kalifornien

Unbekannter ist dagegen der Abgeordnete Kevin Kiley. In einem Interview mit CBS sagt er, dass er für das Votum gegen die von Trump verhängte Kanada-Zölle stimmte, weil es «ein Versuch ist, dem Parlament die Macht zu entziehen». Er verweist dabei auf das Check-and-Balance-Prinzip und argumentiert mit der Gewaltenteilung. Kiley betont allerdings auch, dass er nicht grundsätzlich gegen Trumps Zollbegehren ist.

Assemblyman Kevin Kiley, of Rocklin, a Republican candidate for governor in the Sept. 14 recall election, campaigns for school choice outside a charter school in Sacramento, Calif., Wednesday, July 21 ...
Kevin Kiley.Bild: AP

Jeff Hurd, Colorado

Ebenfalls gegen Trump gestimmt hat der Republikaner Jeff Hurd. Der Abgeordnete aus Colorado argumentiert dabei ähnlich wie Kevin Kiley. Auch er betont, dass eine Zollpolitik gemäss der Verfassung Aufgabe des Parlaments sei: «Es war keine einfache Entscheidung, aber ich stehe dazu.» Auf die Frage, ob er nun Angst vor einer Reaktion des US-Präsidenten habe, sagt er: «Ich weiss nicht, wir werden sehen. Grundsätzlich hat Trump ja recht, aber wir müssen uns nach der Verfassung richten.»

Jeff Hurd, Republican candidate for Colorado's 3rd Congressional District seat, listens to speakers at an election watch party Tuesday, Nov. 5, 2024, in Grand Junction, Colo. (Larry Robinson/Gran ...
Jeff Hurd.Bild: keystone

Brian Fitzpatrick, Pennsylvania

Brian Fitzpatrick galt in den republikanischen Reihen eigentlich als «Teamplayer» – bis zur Debatte über die US-Gesundheitsreform und Obamacare-Subventionen letzten Jahres. Damals war er der erste aus den Reihen der Republikaner, der sich offen gegen die Pläne stellte, die Subventionen gegen Ende 2025 auslaufen zu lassen. Seither politisierte Fitzpatrick wieder stramm auf Parteilinie – bis zur Abstimmung über die Zölle.

FILE - Rep. Brian Fitzpatrick, R-Pa., speaks at a news conference, Jan. 31, 2023, on Capitol Hill in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin, File)
Brian Fitzpatrick
Bild: keystone

Dan Newhouse, Washington

Ebenfalls gegen Trump gestimmt hat der Abgeordnete Dan Newhouse. Er verteidigt sein Vorgehen vor allem mit der engen Beziehung und der wirtschaftlichen Bedeutung zum Nachbar Kanada: «Kanada ist der zweitgrösste Exportmarkt unseres Bundesstaates, in den jedes Jahr Waren aus Washington im Wert von mehreren Milliarden Dollar verkauft werden.» So seien die Preise für Betriebsmittel und Ausrüstung der landwirtschaftlichen Erzeuger weiter gestiegen und die Gegenzölle hätten der Bier-, Wein- und Spirituosenindustrie geschadet.

FILE - Rep. Dan Newhouse, R-Wash., speaks as the House of Representatives debates the articles of impeachment against President Donald Trump at the Capitol in Washington on Dec. 18, 2019. Newhouse was ...
Dan Newhouse.Bild: keystone

Trump wütet auf Truth Social

Die Republikaner haben eine knappe Mehrheit in der Parlamentskammer, welche durch die sechs oben aufgeführten Politiker ausgehebelt wurde. Der Präsident hatte bis zuletzt versucht, Einfluss auf die eigene Partei zu nehmen und das Votum zu verhindern. Auf der Plattform Truth Social schrieb er, dass jeder Republikaner im US-Parlament, welcher gegen Zölle stimme, die Konsequenzen bei kommenden Wahlen zu spüren bekommen werde.

Trump schiesst gegen Republikaner wegen Zoll-Abstimmung
Bild: Truth Social

Faktisch hat das Ergebnis der Abstimmung aber eher symbolischen Wert: Denn um die betroffenen Zölle zurückzunehmen, müsste noch der Senat als zweite Parlamentskammer zustimmen. Und danach müsste Trump selbst seine Unterschrift unter die Resolution setzen. Damit ist kaum zu rechnen, zumal Zölle ein Kerninstrument seiner Handelspolitik sind.

Vor einem Jahr hatte der Präsident per Dekret einen 25-Prozent-Zollsatz auf den Import von Waren aus Kanada angeordnet. Damit wollte er den Druck auf die Regierung des Nachbarlands erhöhen, die aus seiner Sicht zu wenig dagegen tut, dass Drogen über die Grenze in die USA gelangen. Trump begründete die Zölle damit, dass es infolge dieses Drogenschmuggels einen nationalen Notstand gebe. In der von den Demokraten ins Repräsentantenhaus eingebrachten Resolution wird dieser angebliche Notstand für nichtig erklärt.

Mit Material der sda.

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Donald Trump in der Schweiz
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Donald Trump in der Schweiz

Am Mittwochmittag ist der US-Präsident Donald Trump in Zürich gelandet.

quelle: keystone / evan vucci
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Demokratische Abgeordnete bezichtigt Trump nach Einsicht in ungeschwärzte Epstein-Files der Lüge
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wurzeli
12.02.2026 10:46registriert April 2020
Eigentlich müsste man die übrigen Republikaner namentlich auflisten und ihnen drohen. Zölle gegen Kanada - so ein Stuss!
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bcZcity
12.02.2026 11:17registriert November 2016
Diese Reps. kann ich auch nicht ernst nehmen, denn eine Wirkung hat es nicht und grundsätzlich sind die mit TACO ja auf Linie. Zu spät also.....

Trumpel kommt übrigens schon mit dem nächsten Dünnpfiff. Er will Treibhausgase bzw. Abgase (Autos, Kraftwerke) als nicht mehr schädlich ansehen und Schadstoffgrenzen die Obama eingeführt hat, wieder rückgängig machen.

Eklig, einfach nur eklig. Alles macht er kaputt was mühsam aufgebaut wurde. Und kaputt machen ist immer viel einfacher als etwas mit Substanz zu etablieren. Er ist einfach ein fauler Sack der destruktiv ist, für sich und seine Lobby.
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Pränotator
12.02.2026 11:04registriert Januar 2026
Gut so. Jetzt will ich noch die sechs Republikaner sehen, die sich dafür einsetzen, die Epstein-Files lückenlos zu sichten und zu analysieren und die Konsequenzen aus den Enthüllungen zu ziehen.
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